Die Erwartungen vor dem Spiel waren nach den letzten beiden überragenden 3:0-Siegen hoch. Ein deutliches Signal in Richtung Tabellenspitze musste gesendet werden und das gelang der zweiten Herrenmannschaft aus Uster eindrucksvoll. Aber alles der Reihe nach:
Wie schon im Hinspiel startete der erste Satz sehr ausgeglichen. Das Sideout-Spiel mochte keinem der beiden Teams wirklich gelingen. Doch beim Stand von 18 zu 18 bewies Uster den unbedingten Siegeswille und holte sich mit einem Schlussspurt den ersten Satz mit 25 zu 20 Punkten.
Der Beginn des zweiten Satzes liess auf einen ähnlichen Verlauf wie im vorherigen schliessen. Allerdings stellte sich Oerlikon selbst ein Bein, indem sie sich unaufhörlich beim Schiedsrichter über einen vermeintlichen Sichtblock beim Service der Gäste beschwerten. Die Konzentration des Heimteams war dahin. Uster nutzte diese Schwäche gnadenlos aus und erhöhte von 7:7 auf 14:7. Auch sonst haderte Oerlikon oft mit dem Schiedsrichter, was dem Heimteam weder Sympathie- noch Spielpunkte einbrachte. Diesen Rückstand vermochte Oerlikon nicht mehr wett zu machen und Uster brachte den Satz mit 25:19 ins Trockene.
Im dritten Satz rissen die Gäste das Zepter von Beginn weg an sich. Uster konnte befreit zum sicheren 3:0-Sieg aufspielen und gestand Oerlikon lediglich 15 Punkte zu. Vor dem ersten Satzball kamen die Gäste noch in den Genuss eines brillanten Timeouts, in welchem der live aus Singapur zugeschaltete Markus Fink seinem Team nochmals Mut zusprach und daran erinnerte, dass auch der Teambildungsprozess nach dem Match von äusserster Wichtigkeit ist.
Somit holten sich die Gäste den achten Sieg der Saison und taten das in einer bemerkenswert abgeklärten Art und Weise. Nicht zuletzt gelang dies dank den treuen und überaus attraktiven Damen, die ihr Team einmal mehr hervorragend unterstützten.
Päd Neff