Aus den zwei Spielen, eines am Freitag und eines am Montag, nimmt Uster vier Punkte mit. Eigentlich zu wenig, doch dank dem 3:1 Sieg gegen den direkten Tabellenkonkurrenten bleibt Uster im Rennen um den Aufstieg. Doch eines nach dem anderen:
Zuerst musste Uster gegen das klar schlechter platzierte Wetzikon ran. Und zum dritten mal im noch jungen Jahr mussten die Ustermer in diesem Spiel über die volle Distanz. Das Spiel wies erschreckende parallelen zur Partie gegen FGZ auf. Der erste Satz ging knapp an die Gegner und der zweite dafür genau so knapp an Uster. Im dritten Satz fand Uster langsam ins Spiel, was bestimmt dem stark aufspielenden Libero Fäbe Engler zu verdanken war, der mit konstant starken Annahmen ein einigermassen stabiles Angriffsspiel sicherstellte. Auch im vierten Satz zog Uster zu Beginn davon und diktierte über weite Strecken das Spielgeschehen. Beim Spielstand von 20:18 für die Ustermer verweigerten diese jedoch kurzzeitig schlicht das Volleyballspiel. Auf einmal hatte Wetzikon drei Satzbälle beim Spielstand von 21:24. Zwei davon konnte das Heimteam noch abwehren, beim dritten jedoch entschied der Unparteiische auf eine Doppelberührung und beendete somit den vierten Satz. Auch im fünften Satz vermochte sich Uster zu Beginn mit fünf Punkten abzusetzen. Nach dem Seitenwechsel klappte aber wiederum überhaupt nichts und Uster verlor das zweite Spiel der Saison im fünften Satz mit 11:15.
Wetzikon spielte konstant und leistete sich weniger Fehler, während man bei Uster die flatternden Nerven deutlich spüren konnte. So war die gute Ausgangslage für den Aufstieg verspielt.
72 Stunden später wurde Uster schon von Tabellenzweiten in Rämi erwartet. Uster startete denkbar gut ins Spiel und zeigte, dass man bereit ist um den ersten Tabellenplatz zu kämpfen. Ganze sieben Punkte betrug der Vorsprung von Beginn weg. Und wieder, wie schon so oft in den letzten Spielen, brach Uster ein. Rämi kämpfte sich Punkt um Punkt nochmals heran gewann diesen Satz noch zu 22 Punkten. Konsterniert und ein gedemütigt wechselten die Gäste aus Uster das erste mal die Seite. Im zweiten Satz stellte sich möglicherweise Rämi auf ein allzu lockeres Spiel ein und drosselte die Leistung etwas. Der zweite Satz ging somit an Uster, die, trotz durchzogener Leistung, wieder etwas Mut schöpfen konnten. Uster kämpfte weiter, vor allem mit sich selber, konnte aber von vielen Fehleren des Heimteams profitieren, die am Service den Punkt zu sehr suchten. Vor allem angepeitscht durch die diversen Schlachtrufe der Ersatzspieler krallte sich Uster den dritten Satz und gestand dem Heimteam 19 Punkte zu. An den vierten Satz hatten die Ustermer bestimmt keine guten Erinnerungen, doch starteten die Gäste kraftvoll und setzten sich einmal mehr von Beginn weg ab. Die drei Punkte rückten in Sichtweite und der Schiedsrichter sah sich gezwungen die Ersatzbank, beim Versuch eine menschliche Pyramide zu bilden, in ihrer Euphorie etwas bremsen. Bei einer solchen Stimmung konnte man grundsätzlich gar nicht verlieren und so brachten die Ustermer diese drei Punkte ins trockene und können die Tabellenspitze verteidigen.
Somit verleiben noch drei Spiele und Uster führt mit einem Verlustpunkt vor den Verfolgern Rämi und Wald. Es bleibt zu hoffen, dass die Ustermer Mannen die Freude am Volleyballspiel bei ihrem Sieg gegen Rämi wiedergefunden haben und top motiviert in die verbleibenden Partien starten.