Einer für die Götter

Reichlich spät beginnt die Saison für das zweite Herrenteam des TV Uster Volleyballs. Leider musste sich Libero Fäbe Engler im Verlauf des Tages krankmelden und während dem Einspielen zog sich Diagonalangreifer Dave Hoppensack eine muskuläre Verletzung an der Wade zu. Während man damit rechnen kann, dass Engler im nächsten Match einsatzfähig sein wird, muss Uster voraussichtlich bis Ende Jahr auf ihren Linkshändler verzichten.

Trotz dieser Widrigkeiten zeigte Uster im ersten Satz ein solides Spiel und man konnte sich immer weiter vom Gegner absetzen. Am Ende des Satzes gestand man den Wetzikern noch ein paar Punkte zu, brachte ihn dann aber zu 22 Zählern noch ins Trockene. Im zweiten Satz liessen die Ustermer deutlich nach und immer weniger wurde mit dem Angriff direkt gepunktet. Dank einer Menge Servicefehlern der Gäste wurde der zweite Satz doch irgendwie mit 25 zu 23 nach Hause geschaukelt. Während das Heimteam das Niveau des zweiten Satzes noch etwas drückte, spielten die Wetziker nun besser auf, was zu einem Totalausfall bei den Ustermern führte. Gerade mal elf (!) Punkte konnte man sich gutschreiben lassen im dritten Satz. Einen Punkt beim ersten Spiel abzugeben liegt für ein Team, welches sich Aufstiegschancen ausrechnet nicht drin. Das war wohl auch dem Heimteam bewusst und im vierten Satz vermochte Uster wieder an die Leistungen des ersten anzuknüpfen. Mit einem Satzgewinn von 25:19 Punkten sicherten sich die Ustermer die ersten drei Punkte im ersten Spiel.

Wer nun gut mitgerechnet hat, stellt erstaunt fest, dass Wetzikon am Ende ganze drei Punkte mehr erzielt hat, nämlich 89 im Vergleich zu Usters 86 Punkten. Trotz gesamthaft schlechterem Ergebnis zu gewinnen erinnert an weltpolitische Ereignisse der letzten Wochen. Doch besser sollte man sich nicht mit solchen Gedankenspielereien beschäftigten, sondern sofort nach vorne schauen. Einen Satz wie den dritten darf es in Zukunft aus Sicht der Ustermer nicht mehr geben, auch wenn es «einer für die Götter» war, wie Silv Nigg nach dem Spiel nicht müde wurde zu betonen. Als nächster Gegner wartet der VBC Oerlikon schon nächsten Freitag. Ohne eine Leistungssteigerung dürft es gegen den aktuellen Leader schwer werden.