Gegen den VBC Wittenbach sollte sich Usters Fanionteam endlich wieder aus der nicht enden wollenden spielerischen Krise befreien. Die geplante Revanche misslang jedoch knapp und Uster unterlag im äusserst umkämpften Spiel 2:3.
Usters Herren starteten gut in die Partie, starke Services und Angriffe trieben den eigenen Punktestand etwas rascher in die Höhe als denjenigen des Gegners. Die leichte Führung konnte bis zum Satzende verteidigt werden und so gewann der TV Uster den Satz eins 27:25.
Auch im zweiten Durchgang konnte das Heimteam sein Spiel aufziehen. Schnelle Bälle machten den St. Galler die Block- und Verteidigungsarbeit schwer. Erneut waren jedoch gegen Satzende beide Teams in etwa auf Augenhöhe aber Uster bewies gegen die erfahrenen Wittenbacher zum zweiten Mal die stärkeren Nerven. 29:27 das Resultat zum zweiten Satzgewinn.
Im dritten Satz wies alles darauf hin, dass sich Uster endlich aus seiner derzeit misslichen Lage befreien kann und mit einem 3:0-Sieg wohltuendes Selbstvertrauen tanken kann. Schliesslich gehört es zu den Aufgaben eines Erstligateam mit Ambitionen, einen 11:4-Vorsprung verwalten zu können. Doch der dringend benötigte Erfolg wurde vom VBC Wittenbach verwehrt. Die Gäste nutzten Usters Blockschwäche über ihre Aussenangreifer gekonnt aus und kämpften sich zurück in die Partie. 25:23 konnten die Wittenbacher den Satz schliesslich zu Ihren Gunsten drehen. Ein unerfreuliches Déja-vu für Usters Volleyballer.
Mit angeschlagenem Selbstvertrauen ging es für Uster weiter. Wittenbach schien sich in der Zwischenzeit immer besser auf die Taktik des Gegners eingestellt zu haben und gelang früh in Vorsprung. Uster kam zwar zur Satzmitte nochmals ran, vergab den Anschluss aber trotzdem nach einer Serie schlechter Annahmen. 25:17 hiess das letztlich deutliche Resultat für den angereisten Kontrahenten.
Wie bereits in den letzten beiden Matches musste das Tie-Break den Sieger ermitteln. Erneut ging der VBC Wittenbach früh in Führung. Der 10:4-Vorsprung konnte auch dank mehreren starken Smashes von Geburtstagskind Jonas Metzger nicht mehr wettgemacht werden. Einmal mehr verlor Uster somit schmerzhaft im fünften Durchgang und bekommt so einen weiteren Stoss in der hoffentlich bald endenden Abwärtsspirale verpasst.
„So kann man nicht Volleyball spielen. Ich bin sehr enttäuscht. Meine Vorgaben wurden nicht respektiert und das ist schmerzhaft für mich.“, so der konsternierte Franck Njock zur Leistung seines Teams. Nach fünf Niederlagen in Serie steht Uster zwar noch immer auf Platz drei, doch der Vorsprung auf Wetzikon ist mit einem Punkt nur noch marginal.
Telegramm:
TV Uster Volleyball – VBC Wittenbach 2:3 (27:25, 29:27, 23:25, 17:25, 12:15) – Oberuster. – 30 Zuschauer. – SR: Blum/Schläpfer. – Spieldauer: 107 Minuten. – Uster: Kaufmann, Lengacher, van der Maat, Fischer, Maring, Stefanutti, Steinberger, Metzger, Dürler, Frehner, Tschuck. Trainer: F. Njock, U. Ackermann.