Nachdem Usters Fanionteam optimal in die Saison gestartet war und zuletzt das Derby gegen den VBC Wetzikon gewonnen hatte, schwächelte Franck Njocks Team in der vierten Runde der Meisterschaft. Viel zu statisch und harmlos agierten Usters Herren und unterlagen in Wittenbach 3:1.
Die Stimmung vor dem Match war gut in Usters Reihen und man wusste, dass ein Sieg her musste: „Wir müssen jedes Spiel gewinnen – das muss unser Ziel sein.“, untermauerte Njock das Selbstvertrauen seiner Spieler. Mit eben diesem Selbstvertrauen startete das Gastteam in die Partie. Uster setzte den Gegner von Beginn weg stark unter Druck und dominierte nach Belieben. Insbesondere Aussenangreifer Mirco Trachsel zeigte in dieser Startphase sein ganzes Potential und verwertete Angriff um Angriff. 25:18 für den TV Uster lautete das klare Verdikt im ersten Durchgang.
Auch der zweite Satz startete ganz nach dem Gusto der Ustermer, die stets ein Paar Punkte in Vorsprung lagen. Ein taktischer Wechsel bei 18:16 und dessen Rückwechsel zum Stand 22:21 brachte nicht den erhofften Effekt – im Gegenteil: Usters Spiel wirkte in der Folge konfus. Die erfahrenen Wittenbacher nutzten diese Schwächephase und glichen mit 25:23 zum Remis aus.
Etwas geschockt stieg der TV Uster in den dritten Durchgang ein und lag bald mit vier Punkten in Rücklage. Dazu kam in dieser heiklen Startphase eine Fingerverletzung von Passeur Felix Tschuck, was Usters Mentalität einen weiteren Schlag verpasste. Die Routiniers des Heimteams kamen im weiteren Verlauf immer besser ins Spiel und punkteten bei eigenem Service viel zu oft aus Sicht der Ustermer. Bald war Usters erster Punktverlust Tatsache: Uster unterlag 25:21.
Der vierte und letzte Satz verlief ähnlich wie der vorhergehende. Uster fand kein Mittel, um am Block der St. Galler vorbei zu kommen. Mangelnder Kampfgeist und Lustlosigkeit bestimmten Uster Spiel. Verdient ging der Satz und somit drei Punkte an den VBC Wittenbach.
„Das war nicht Uster. Uster hätte diesen Match gewonnen, aber das hier war eine schlechte Leistung. Wir müssen uns nun aber auf die nächsten Partien konzentrieren und ich weiss, dass wir mehr können!“. Klare Worte vom Kameruner.
Ein weiteres schwieriges Spiel erwartet den TV Uster bereits heute. Die erste Herrenmannschaft vom VBC Voléro Zürich kämpft in Uster um den Einzug ins Achtelfinal des Cornercard Volley Cup.
Telegramm:
VBC Wittenbach vs. TV Uster Volleyball 3:1 (18:25, 25:23, 25:21, 25:18)
OZ Grünau – 15 Zuschauer. – SR T. Simon / J. Riss
Spieldauer: 80 Minuten.
Uster: M. Trachsel, D. Kaufmann, I. Fischer, E. van der Maat (Libero), K. Maring, P. Lengacher, G. Dürler, M. Steinberger, J. Metzger, D. Frehner, F. Tschuck. Trainer: F. Njock
Wittenbach: M. Roduner, M. Keller (Libero), W. Regli, L. Villaysane, P. Hinder, Y. Monnard, C. Hinder, C. Neff, M. Keller. Trainer: S. Schmidt, U. Burgstaller