Herren 1: Eine Kurzgeschichte über starke Teamleistungen und Machtdemonstrationen

Nachdem wir zumindest im dritten Satz gegen Tabellenleader St. Gallen Kampfgeist gezeigt hatten, galt es nun genau diesen Kampfgeist im Heimspiel gegen Jona wieder an den Tag zu legen. Wir mussten neben der Abwesenheit von Libero Genni auch auf Mittelangreifer Steibi verzichten, welcher aber durch Diagonal Cäsi würdig vertreten wurde.

Beide Teams starteten äusserst ausgeglichen in die Partie und der erste Satz war ein Kopf- an Kopfrennen. Die Angreifer beider Teams verwerteten souverän die Sideout Punkte und abgesehen von einigen kleinen Serien konnte sich bis zur Schlussphase niemand nennenswerte Vorteile verschaffen. In der Schlussphase konnte wir uns dann kurz absetzen, verspielten die Führung aber wieder und mussten uns mit 27:25 geschlagen geben. Wir liessen in den entscheidenden Momenten die Souveränität missen, die wir während des Restes des Satzes zeigten und Servicefehler waren schlussendlich der Grund, wieso wir den Satz abgeben mussten.

Wir liessen uns aber keineswegs irritieren vom Satzverlust und waren in der Lage nochmals einen Gang hochzuschalten. Wir konnten uns früh absetzten und konnten diese Führung lange verteidigen. Gegen Ende des Satzes schlich sich wieder eine kurze Schwächephase ein und es brauchte beim Spielstand von 21:19 das erste Timeout des Satzes durch Coach Didi. Dieses Timeout zeigte Wirkung und wir liessen bis zum Endstand von 25:19 keinen weiteren Punkt der Gäste mehr zu.

Die Dynamik aus der Schlussphase konnten wir in den dritten Satz mitnehmen. Wir waren eine Einheit und schienen die Eigenfehler komplett abgeschaltet zu haben. So konnte wir unser Spiel ohne grossen Widerstand durchziehen und entschieden den dritten Durchgang glasklar mit 25:11 für uns.

Im vierten Satz bäumte sich Jona nochmals auf, dem jungen Team kam die Verschnaufpause, und somit eine Chance zur Reorganisation, gelegen. Wir mussten so in der Startphase einen Rückstand hinnehmen, konnten ihn aber wieder Ausbügeln und waren ab der Satzmitte wieder das bessere Team. Ohne Aufregung spielten wir die Partie zu Ende, liessen bis zum Endstand von 25:21 nichts mehr anbrennen und sicherten uns drei wichtige Punkte.

„Wir haben heute eine konzentrierte und kompakte Teamleistung gezeigt und haben uns die drei Punkte verdient. Der Sieg war essentiell für den Ligaerhalt.“ So Coach Didi.

 

Telegramm

Volley Uster – TSV Jona Volleyball 3:1 (25:27, 25:19, 25:11, 25:21) – Krämeracker. – 30 Zuschauer. – Spieldauer: 81 Minuten. – SR: Piliskic/Franzoso. – Uster: Kaufmann, Maring, Dürler, Lombard-Martin, Waldschmidt, Lengacher, Irniger, Castro, Tschuck, Heinzelmann – Coach: D.Kramer Anmerkungen: Uster ohne da Silva, Megliola, Steinberger (Verletzt)

 

 

Nach nur einem Ruhetag ging es für uns beim Auswärtsspiel gegen den VBC Andwil-Arnegg weiter. Wir konnten das Hinspiel in extremis mit 3:2 für uns entscheiden und waren nach dem Sieg gegen Jona voller Selbstvertrauen, jedoch war wir uns bewusst, dass Andwil-Arnegg an einem guten Tag locker eines der stärksten Teams der Liga ist.

Das Heimteam legte auch gleich los wie die Feuerwehr und punktete mal für mal aus schwierigen Ausgangslagen über die Mitte. Die hohe Präsenz der Andwiler Mittelangreifer, machte es für unsere Mitten extrem schwierig, sich aus der Mitte zu lösen und auf den Aussenangriffspositionen den Block zu schliessen. So konnte das Heimteam wieder und wieder durch geschickte Kombinationen auf spektakuläre Art und Weise punkten. Dazu kam, dass Andwil-Arnegg selbst über einen sensationellen Block verfügte und unsere Angriffsbemühungen Mal für Mal zunichtemachte. Obwohl wir nicht schlecht spielten, hatten wir während der ganzen Partie das Nachsehen und mussten uns nach nur 53 Minuten mit 17:25, 17:25, 17:25 geschlagen geben. Die Lichtverhältnisse in der Halle waren nicht optimal und wir hatten zu Beginn einige Mühe im schwummrigen Licht die Annahme ans Netz zu bringen. Das Heimteam war aber spielerisch zu überlegen um dies als Grund für die Niederlage geltend zu machen. Andwil-Arnegg war schlicht und einfach besser als wir.

«Andwil spielte heute überragend und liess uns keine Chance. Wichtig war jedoch, dass wir bis zum Schluss gekämpft haben und immer wieder gute Phasen hatten. Die Leistung stimmt mich trotz der Niederlage optimistisch für die verbleibenden zwei Spiele.» So das Fazit von Coach Didi.

 

Telegramm

VBC Andwil-Arnegg – Volley Uster 3:0 (25:17, 25:17, 25:17) – Gymnasium Friesenberg. – 45 Zuschauer. – Spieldauer: 53 Minuten. – SR: Risse/Scheiwiller. – Uster: Kaufmann, Maring, Dürler, Lombard-Martin, Waldschmidt, Lengacher, Irniger, Castro, Tschuck, Heinzelmann – Coach: D.Kramer Anmerkungen: Uster ohne da Silva, Megliola (verletzt)