Nachdem wir letztes Jahr sehr ernüchternd feststellen mussten, dass die 5. Liga auch nicht mehr das war, was sie früher einmal war (entspannte Aufschläge und gemütliche Spielgeschwindigkeit), landeten wir nicht wie gewünscht auf einen der oberen Tabellenplätze, sondern ziemlich weit unten. Wir konnten uns immerhin damit trösten, dass wir uns gerade erst neu konstituiert hatten, jedes Mal etwa besser verloren und trotz vielen Niederlagen wirklich an jedem Match eine tolle Stimmung hatten (und den besten Trainer).
Voller Zuversicht starteten wir also in die neue Saison. Doch schon beim ersten Spiel auswärts gegen Wädi verliess uns den Mut schon etwas. War das nicht die Mannschaft mit der Hammerspielerin, die Sprungservice machte und kurz angreifen konnte? Wir trafen aber auf eine andere (und vor allem ältere) Mannschaft, die doch wirklich der 5.Liga würdig war. Und nach der Motivationsrede von Rico («Wir gehen hier nach drei Sätzen wieder nachhause!») starteten wir erstaunlich gut ins Spiel, machten wenig Eigenfehler und gewannen klar zu 17. Im zweiten Satz wurde es schon etwas enger, 25:20 für uns war das Ergebnis. Im dritten Satz lagen zeitweise unsere Gegnerinnen vor und hatten am Ende sogar zwei Satzbälle. Glücklicherweise verfügten unsere megastarken Servicespielerinnen Carmen und Chriglä über stählerne Nerven und so gewannen wir ultraknapp mit 27 zu 25!
Noch beschwingt vom ersten 3:0 Sieg hiess der zweite Gegner am Spielsamstag Embrach. Als eines der wenigen gewonnen Spiele der letzten Saison hatten wie Embrach als ältere, gemütlichere Mannschaft kennengelernt. Doch was war da los? Es stand uns eine Juniorinnenmannschaft gegenüber, die uns beim Einschlagen die Bälle um die Ohren schlugen. «Nur keine Angst, die hauen alles ins out, einfach keine Eigenfehler machen!», beschwichtigte uns Rico. Und so war es zum Glück auch. Wir spielten souverän und man merkte uns nicht einmal an, dass wir zum ersten Mal das System 5:1 spielten (vielleicht ja doch ein Zukunfsmodell?:-)), und das auch noch aus der Not heraus, aufgrund vieler Absenzen. Embrach zeigte aber doch noch rechten Wiederstand und so holten wir den ersten Satz etwas knapp mit 25:20 nach Hause. Im zweiten Satz konnten wir mit vielen starken Aufschlägen punkten, was uns einen Vorsprung einbrachte, der sogar ein paar Kurzpässeversuche zuliess. Die Freude war gross, wir siegten klar mit 25:14. Im dritten Satz mussten wir uns etwas zusammenreissen, es war ein Kopf an Kopf rennen. Am Ende hatten wir die besseren Nerven (und Servicespielerinnen) und gewannen zu 19. Wir konnten es kaum glauben, nach zwei Spielen hatten wir schon 6 Punkte (mehr als die ganze letzte Saison). Überglücklich setzten wir unsere Masken auf und feierten uns und unser neues Alpakamaskottchen ein wenig (natürlich ganz ohne Körperkontakt). Jetzt hoffen wir, die nächsten Spiele können stattfinden, denn wir sind ready! Aaaalpaaakaaa!
Nati Lengacher