D1 – auf Bärenjagd

Donnerstagabend 4. Oktober, 19.30 Uhr
Rechtzeitig vor dem Jagdtermin, grenzen die Jägerinnen das zu bejagende Gebiet in dem neuen Krämerackerwald ab. Gemeinsam wird einen ungefähren Zeitplan aufgestellt – die Jagd sollte maximal 1.5 Stunden dauern.
Bei der zu bejagenden Wildart handelt es sich um die gefürchteten Appenzeller Bären.
Der Jagdtermin unter der Woche gilt so als Sonderfall, denn trotz der Annahme es wäre mit wenig Besucherverkehr im Krämerackerwald zu rechnen, erschien ein grosses Publikum an Damen 2 – und Herren 1&3 Treibern.
20.25 Uhr
Weit genug vom Treiben entfernt, hielten die beiden Jagdleiter Jonas und Kaj zum Jagdbeginn eine Ansprache. Sie gaben wichtige Hinweise zur Sicherheit: „Jeder Jäger ist für seinen Schuss verantwortlich – zeigt euch variantenreich, zielt mal Line durch den Wald oder wählt die lange Diagonale, so dass die Bären besser in die Falle getrieben werden können. Jeder von euch Jägern kennt seine Schiessfertigkeit, wisst diese geschickt einzusetzen.“
Die Aufstellung der angemeldeten Jäger wurde gecheckt, das Hornsignal „Aufbruch zur Jagd“ ertönte und das geordnete Abrücken erfolgte. Die offizielle Abschussfreigabe der Appenzeller Bären wurde pünktlich um 20.30 Uhr bekannt gegeben.
Der Jagdbeginn schien nahezu perfekt – Schritt für Schritt gelang es den Jägerinnen zu einem Start in einen vermeintlich gelungenen Jagdtag. Die ersten beiden Jagdsätze konnten souverän im Krämerackerwald dokumentiert werden. Die Fährte der Appenzeller Bären wurde schnell aufgenommen und jeder einzelne Jäger konnte von seiner Position aus, seine Jagdkünste unter Beweis stellen und zum Besten geben. Fast übermütig wurden Positionen sogar gewechselt- Cornelia der passende Jäger brillierte kurze Zeit auch in diagonaler Position!
Doch Übermut tut auch dem Visier selten gut – dieses wurde im 3. und 4. Satz nämlich recht wackelig auf die Bären gerichtet. Dies hatte zur Folge, dass die Jäger die Fährte verloren. Sie verirrten sich in den dunklen und aussichtslosen Tiefen des Krämerackerwaldes.
Am Jagdtiefpunkt angelangt wurden alle Timeouts für zwischenzeitliche Streckenanalysen eingesetzt. Betont wurde, dass die Fährte auf die Bären nicht aus den Augen verloren werden durfte. Mit den Verursachern von Fehlabschüssen wurden Gespräche geführt und ermahnt, dass „falsch erlegtes Wild keine Punkte herbeibringen würde.“
Das Jagdhorn gab das Signal für den Aufbruch in den 5. und letzten Jagdsatz. Leider war das Horn nicht laut genug, denn die Jägerinnen schienen zu schlafen, denn sie jagten nicht mehr. Die Bären fuhren ihre Klauen aus und machten sich bereit zum Angriff. Sie umzingelten die Jäger und griffen an, und das erfolgreich.
– Jagdstand 11:1 für die Bären; 5. Jagdsatz. (Besonderer Vermerk fürs Jagdprotokoll 11:1 !!! )
Die Munition der Jäger war am Ende – Hülsen von Angriffen fielen vor die eigenen Füsse zu Boden.
Ein letztes Timeout von den Jagdleitern wurde eingesetzt: „Jetzt reisst das Wild und gebt endlich eure Schüsse ab!“

Und dann kam der Meisterjäger Cynthia, welcher der Ansprache der Jagdleiter mit voller Munition und Wille folgte.
Cynthia zielte und versenkte – 2:11
Cynthia zielte erneut- 3:11
Und erneut – 4:11, 5:11, 6:11, 7:11, 8:11, 9:11
(die Bären versuchten auszuweichen)
Neuer Jagdstand 13:13
Cynthia der Meisterjäger sorgte für einen reibungslosen Ablauf der Aufholjagd. Der Krämerackerwald bebte dank den Treibern und die Jägerinnen fanden zur Waldlichtung zurück.
Angriff an Angriff, Punkt nach Punkt.
16:14
Jagd Ende – SIEG !!!!!
Nach der Jagd hielten die beiden Jagdleiter erneut eine Ansprache. Es erfolgte eine kurze Tagesrückschau mit Nennung besonderer Vorkommnissen:
“ 1:11 – 16:14, und d’Bäre händ gmeint sie günned!“