Am 6. Februar 2022 um 10:00 Uhr trafen sich die 14 aufgeregten Juniorinnen U23 mit ihren beiden Trainern um nach Köniz, Bern an die Schweizermeisterschaft zu fahren.
Als Stärkung für den bevorstehenden Match wurden im Zug Weggli mit Schoggistängeli von Ursina verteilt. Die Halle Weissenstein war riesig und das verstärkte unsere Vorfreude auf das Spiel nur umso mehr. Bevor wir die Halle betraten, bekamen wir unsere neuen Juniorinnen T-Shirts. Nicht nur neue Trainings-Shirts haben wir bekommen, sogar auch neue Match-Shirts.
Die Halle war so gross, dass wir uns beschlossen haben, die Halle zu erkunden und freiwillig sehr viele Treppen zu gehen. Als wir endlich unsere Garderobe gefunden haben, waren wir geschockt. Die ganze Halle war riesig, die Garderoben dagegen winzig klein. Wir mussten sehr eng zusammenrücken und auch dann war der Platz knapp. Wir hatten schon die Befürchtung, wir müssten sie mit einem anderen Team teilen, so wie es an der Tür stand, doch glücklicherweise nicht.
Erneut liefen wir freiwillig die Treppen und Gänge rauf und runter, um alles zu erkunden. Als wir in der Halle waren, hörten wir Kuhglocken und lautes Gejubel. Was für ein Empfang…. Leider nicht für uns, sondern für das Team welches gerade spielte.
In der angrenzenden Halle konnten wir gerade noch unsere Taschen hinstellen, schon wurden wir von den Fotografen überrannt (Ursina und Oli). Nach diesem kurzen Fotoshooting ging es dann wieder die Treppen runter zu einem ‚echten’ Fotografen. Endlich durften wir aufwärmen und einspielen. Es war kaum Platz für uns, so viele Spielerinnen waren anwesend. Die Bälle flogen scharf durch die Luft und die Eine oder Andere bekam das auch zu spüren. Unsere Gegnerinnen waren alle sehr klein, die kleinste ca. 1.80 m. Beim Einschlagen erkannten wir schon, dass unsere Gegnerinnen keine Gnade zeigen würden – wir jedoch auch nicht.
Während dem Einschlagen wurde jede einzelne von uns mit Vornamen, Name und Nummer aufgerufen. Dies gab uns nochmals einen kräftigen Motivationsschub. Bevor das Spiel losging, wurde die Nationalhymne gesungen – gesummt oder so ähnlich.
Nun war es soweit: Oli gab die Aufstellung bekannt, die Spielerinnen machten sich bereit und betraten dann das Spielfeld. Jede von ihnen war angespannt, nervös, aber auch voller Vorfreude. Tamara servierte den Ball und die Gegnerinnen hatten nicht mit so einem starken Anspiel gerechnet. Leider gelang es ihnen dennoch, den ersten Punkt zu gewinnen.
Doch wir liessen uns davon nicht entmutigen. Während dem ganzen Spiel gab jede ihr Bestes. Wir hatten starke Angreiferinnen, welche es den Gegnerinnen nicht leicht machten, mit ihren starken und präzisen Angriffen. Unsere Verteidigerinnen nahmen die scharf geschlagenen Bälle zum Teil mit einer Leichtigkeit an, die einem nur staunen liess. Nicht nur das, sie flogen über den Boden und retteten Bälle, die viele schon aufgegeben hätten. Unsere Passeusen verteilten die Bälle effizient und geschmeidig, so dass wir einige Punkte erzielen konnten. Viele unserer Blocks machten es den Gegnerinnen unmöglich durchzukommen. Von aussen wurde kräftig angefeuert und über jeden Punkt gejubelt.
Nach dem Spiel, welches wir in drei hart erkämpften Sätzen verloren haben, erhielten wir nebst Applaus und Lob vom Team auch einen Trostpreis – einen Sack voller Süssigkeiten. Diesen teilten wir gerecht untereinander auf. Da wir uns noch nicht genug bewegt hatten, durften wir auf dem Rückweg zum Bahnhof noch einen Sprint hinlegen, um den Zug zu erwischen. Im Zug freuten wir uns auf eine entspannte Fahrt nach Hause. Wir entdeckten dabei, wie bequem der Boden der SBB sein kann.
Der Tag war trotz Niederlage ein voller Erfolg! Wir belegen stolz den 9 Platz in der Rangliste der Schweiz.