Herren 2: Uster zerlegt Wald auswärts in seine Einzelteile

Der Saisonstart der ambitionierten zweiten Mannschaft von Uster ist geglückt. Die Ustermer waren von Beginn weg bei der Sache und führten eindrücklich zur Schau, weshalb sie in der letzten Saison zu den ganz heissen Aufstiegskandidaten zählten.

Bereits im ersten Satz zogen die Gäste schnell davon und bauten den Vorsprung kontinuierlich auf acht Punkte aus. Das Heimteam schien völlig überrumpelt und wusste zeitweise nicht mehr wie ihnen der Kopf stand. Beim Zuschauen wurde klar, wie es dazu kommen konnte, dass man diese Saison in der 3.Liga auf Wald trifft. Der erste Satz ging somit klar an Uster mit 25 zu 17 Zählern.

Nach einem solchen ersten Satz ist der zweite mental meist eine enorme Herausforderung. Und es zeigte sich, dass auch im Spiel der Ustermer noch nicht alles reibungslos läuft. Doch Uster bewies Nervenstärke und konnte einen umkämpften Satz mit 26:24 für sich entscheiden.

Das war dann wohl zu viel für Wald und es wurde Zeitweise zu einem wahren Schützenfest für Uster. Das Side-Out-Spiel funktionierte über weite Strecken einwandfrei und vor allem der Neuzugang Kubilay, oder Kubi wie er im Team liebevoll genannt wird, sorgte mit wuchtigen Schlägen von der Aussenposition bei der gegnerischen Defence für Angst und Bangen. An dieser Stelle ist noch anzumerken, dass Kubi the Beast speziell für diesen Match die Schweizer Staatsangehörigkeit erworben hat, damit das Ausländerkontingent der Ustermer nicht weiter belastet wird – so was nennt man Einsatz für sein Team.

So hat Uster im abgelegenen Wald ein Zeichen gesetzt und demonstriert, wie man als Mannschaft gewinnt. Klar heben sich einzelne Spieler heraus, so hat zum Beispiel Dani Frehner den Gegner mit seinen Blocks zur Verzweiflung gebracht. Doch eine solche Leistung kann nicht von Einzelnen getragen werden, sondern nur von einem starken Kollektiv. Als letztes noch ein riesiges Lob an die Ustermer Fans, die einmal mehr echtes Engagement an den Tag legten und so auch ihren Anteil am deutlich Auftaktsieg haben.

 

Päd Neff