Die zweite Herrenmannschaft des TVU reiste am 17.12. zum Tabellenschlusslicht Uetikon. Ganz klar: Da mussten drei Punkte her. Die ersten zwei Sätze verliefen auch dem entsprechend. Uster startete mit einer zehn zu null Führung in den ersten und mit einer sieben zu eins Führung in den Zweiten. Beide Sätze holten sich die Gäste dann klar zu 14 beziehungsweise zu 17. Damit war der gute Teil des Spiels für die Ustermer vorüber.
Im dritten Satz ging gar nichts mehr. Uetikon steigerte sich ein klein wenig im Service, was reichte um die siegessicheren Ustermer aus dem Konzept zu bringen. Das einzige was Uster in diesem Moment einigermassen im Spiel behielt und dafür sorgte, dass man zumindest Resultatmässig nicht vollkommen absackte, waren die vielen Servicefehler des Heimteams. Aber da Volleyball ein fairer Sport ist, bedankte sich Uster mit ebensovielen Anschlagfehlern und setzte noch Fehler aus dem Spiel obendrauf. Kurz gesagt: Das Niveau des Spiels stürzte im dritten Satz ins Bodenlose. Trainer Jonas Metzger stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch und gestikulierte verzweifelt an der Seitenlinie. Alles half nichts, der dritte Satz ging mit 25:22 Punkten an das Heimteam.
Wer jetzt mit einer Reaktion von Uster gerechnet hat, wurde leider bitter enttäuscht. Im selben Stil wie der dritte Satz ging es auch im vierten weiter: Ohne Konzentration und ohne Biss. Lange wechselte die Führung hin und her, wieder begleitet von beinahe unzähligen Servicefehlern. Zum Teil war der Anschlag so schlecht, dass man einfach eine Ausrede darauf erfinden musste: “Ja irgendwie hani dä Ball scho vill zwiit füre ufgrüert und dänn hani so Topspin wele gäh, aber isch scho z spaat gsi”. Irgendwie schaffte es Uster dann aber doch noch den Satz zu gewinnen und hatte somit, zur grossen Überraschung, drei Sätze für sich entschieden und das Spiel gewonnen.
Zum Glück zählt im Volleyball in erster Linie nicht wie man ein Spiel gewinnt, sondern nur, dass man es gewinnt. Die Ustermer holten sich die drei Punkte nach Hause und etablierten sich, zusammen mit Züri Unterland, an der Tabellenspitze.