Montagabend 19.30: Aufgeregt und motiviert horchten wir der Kampfansage unseres Coaches in den Katakomben der Freiestrasse. Nach zuletzt 2 Niederlagen sollten uns Kreativität, Fleiss und Flexibilität in unserem Spiel auf die Erfolgsstrasse zurück bringen. Die neuen Match-Hosen in figurschmeichelndem schwarz sollten den Rest erledigen. Leider schien es ab Mitte des ersten Satzes aber so, dass wir uns etwas zu wohl fühlten in unserer neuen Beinbekleidung und wir verpassten, wie so oft, den Anschluss nach passablem Beginn. Die Annahmen und Defense waren nicht schlecht, jedoch fehlte die letzte Konsequenz und Konzentration um den Gegnerinnen aus Einsiedeln den ersten Satz streitig zu machen. 17:25 lautete das ernüchternde Resultat.
In Satz 2 nahm sich unser Trainer dann die Aufforderung nach Kreativität zu Herzen und stellte das Team komplett um. Er sollte Recht behalten. Obwohl die Stimmung auf dem Feld zwischenzeitlich eher an einen sonntäglichen Klosterbesuch in Einsiedeln als an ein packendes Meisterschaftsspiel erinnerte, konnten wir uns den zweiten Satz mit 25:20 holen. Unter tosendem Fanjubel fanden wir wieder zu unserem alten Spiel zurück und das in komplett ungewohnter Aufstellung. Darauf liess sich aufbauen.
Satz 3, altes Szenario. Wieder wollten wir zu Beginn nicht richtig mitspielen und verteilten dem Gast grosszügig vorweihnachtliche Geschenke. Wir blieben uns also treu und nach ein paar Punkten der scheinbaren Arbeitsverweigerung rannten wir wieder einem Rückstand hinterher. Mit diesem erneuten Rückstand von mehreren Punkten konfrontiert, holten wir einmal mehr, unterstützt durch das laute Kampfgeschrei der vielen Fans und wie aus dem nichts, Punkt um Punkt auf. Leider waren es am Ende aber ein paar Punkte zu wenig, um den dritten Satz noch zu kehren. Die Reaktion kam zu spät und Einsiedeln gewann den Satz mit 18:25.
Spätestens jetzt war jeder Spielerin klar, dass es eine klare Leistungssteigerung und den totalen Einsatz braucht, wollten wir eine erneute Niederlage abwenden. Der Saisonkartenabonnent ahnte, was kommen würde. Ganz nach alter Tradition gerieten wir in Rückstand. Als den Einsiedlerinnen nur noch wenige Punkte zum Sieg fehlten kam die Sternstunde des Damen 1. Wir holten Punkt um Punkt auf, die Halle kochte. Wir kämpfen uns mit spektakulären Angriffs- und Defense-Aktionen auf 23:24 heran. Die Halle tobte, die Gegnerinnen zitterten. Dann der entscheidende Punkt und der 3:1 Sieg für Einsiedeln. Nun stehen wir nach 4 Spielen mit nur einem Sieg und 4 Punkten da. Die nächste Gelegenheit dies zu ändern kommt aber bereits nächsten Sonntag auswärts gegen Züri Unterland.
Fazit: Der Kampfgeist setzte leider wieder mal zu spät ein und wir mussten eine weitere bittere Niederlage hinnehmen. Die Gegnerinnen schienen schlagbar, der grösste Gegner sass wieder mal in unseren Köpfen.